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Vorwort
 


Die Hand des Lebens


Die Hand des Lebens, nicht der Kunst gesichtet
Hat dieser Lieder anspruchslose Kränze;
Sie wuchsen auch auf freier Flur im Lenze:
Ich habe sie gelebt und nicht gedichtet!

Die Regel hätt', ich weiß, noch mehr gelichtet
Die schüttern Kränze, denn sie fragt, was glänze;
Jedoch das Herz verschmäht die enge Grenze,
Gar viel hat ohnehin die Zeit vernichtet.

Leicht sind aus bunter Fantasie gesponnen
Erfund'ne Schmerzen und erträumte Wonnen
Und Scheingebärden nichtiger Phantome.

Doch Schatten können Seele nie erheucheln,
Gemalte Dornen mögt ihr harmlos streicheln,
Lebend'ge Blumen kennt ihr am Arome.